Spanien

Flohmarkt – gut versteckt

Wir fahren über eine kleine, einsame Landstraße im Süden von Madrid. In einer scharfen, engen Kurve fallen mir folgende Schilder auf – optisch ein schönes Motiv – also halte ich an, um dieses Foto zu machen.

Flohmarkt_Schilder

Erst dann lese ich wirklich, was auf den Schildern steht: Kleiner Flohmarkt -> 50m weiter. Mein Interesse ist geweckt und ich halte vor dem vermeintlichen Flohmarkt an und sehe dieses Haus.

Alte_Finca

Ziemlich heruntergekommen, geheimnisvoll und auch ein wenig suspekt. Wie gesagt, mitten in der Pampa. Ich gebe zu, alleine wäre ich nicht ausgestiegen und hineingegangen. Aber ich hatte ja meinen Mann an meiner Seite. Also vamos …..

Wir gehen an der Seite durch ein kleines Eisentor und hier sieht es schon interessanter aus.

Madrid

Nun bin ich mir wenigstens sicher, dass ich richtig bin und dass es sich nicht um einen Hinterhalt handelt. :-). Wenige Schritte weiter ist die Überraschung dann komplett. DAS hätte ich hinter diesen maroden Mauern nicht vermutet.

Innenhof des kleinen Flomarkt bei Madrid

Ein ganzer Innenhof voller Trödel – toll. Und der nächste Blick verrät …. stellenweise zu Spottpreisen.

Flohmarkt Nähe Chinchón

Ich frage mich, wer den ganzen Kram rein und raus räumt, aber letztendlich vermute ich, bleibt die Masse einfach so stehen und liegen, wie es ist. Die Habseligkeiten sind notdürftig mit löchrigen Planen, Sonnenschirmen und Stoffbahnen vor Regen „geschützt“.

Antike Zisterne

Schnell kommt der Besitzer auf uns zu – ein freundlicher, älterer Mann. Er drängt uns, dass wir doch bitte auch INS Haus kommen sollen. Erst da sehe ich den Eingang.

Spanischer Verkauf von Olivenöl und Wein

Hinter dieser Tür erwartet uns ein großer Raum mit angrenzendem Gewölbekeller. Auch hier ist alles bis an die Decke mit Trödelkram voll.

Schnäppchenjagd auf privatem Flohmarkt

Zudem werden hier regionales Olivenöl und regionale Wein zum Verkauf angeboten. Da schlage ich natürlich zu. Der Wein – aus Alcalá de Henares – war übrigens köstlich und hat mit 3 Euro/Flasche einen sehr guten Preis. Da ich aber nur eine Flasche gekauft hatte, werde ich mich wohl wieder aufmachen und diesen netten Herrn abermals am Wochenende aufsuchen. Und jetzt kommt das schwierigste dieses Beitrags – wo war das denn eigentlich? Leider kann ich es euch nicht genau sagen. Wir waren auf dem Weg nach Chinchón – auf einer kleinen Landstraße. Ich werde das nächste Mal aufpassen und die Wegebeschreibung hier nachtragen. Versprochen!

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7 Kommentare zu „Flohmarkt – gut versteckt

  1. Herzlichen Dank, das ist mal ein wirklicher und interessanter Geheimtip. Und hört sich für mich als Spanien- UND Flohmarktfan sehr anziehend an. Ist bereits notiert!
    P.S. Apropos Autofahren: Was mich noch mal unabhängig von Flohmarkt und Co. brennend interessieren würde: Gibt es irgendeinen einen Tip für den mehrspurigen spanischen Kreisverkehr? Ich bin in den letzten 2 Jahren sehr viel mit dem Mietwagen in Spanien unterwegs gewesen und eigentlich recht abgehärtet. Aber mehrspurige Kreisverkehre, z.B. in spanischen Großstädten mit viel Verkehrsaufkommen sind immer noch mein Albtraum und verursachen mir schweißnasse Hände. Anfangs dachte ich naiverweise, es wäre simpel, wenn ich einfach auf Nummer sicher gehe und auf der Außenspur bleibe. Aber das ist ja nicht so, da die spanischen Autofahrer einen dann schneiden, wenn sie von der „Mitte“ kommen. Anscheinend geht man davon aus, dass man die Außenspur nur benutzt, wenn man bei der nächsten Abzweigung abbiegt. Mittlerweile bleibe ich immer noch außen, blinke aber links, wenn ich beabsichtige, noch weiter im Kreis zu bleiben. Gibt es da irgendeinen „Überlebenstip“ von erfahrenen Madrid-Bewohnern?

    1. Hallo Kleinplanet311. Ich musste sehr schmunzeln. Sehr treffend hast Du da einen Einblick in den spanischen Straßenverkehr gegeben. Ganz ehrlich, über die Erfahrungen im motorisierten Verkehr könnte man durchaus einen eigenen Blog eröffnen. Und nein, es gibt keine goldene (und auch keine funktionierende) Regel für die Kreisverkehre. Seit 3 Jahren lebe ich nun in Madrid. Ich hatte noch nie Angst vor dem Autofahren – aber ich kann durchaus verstehen, dass es dem einen oder anderen mulmig wird; erst recht, wenn es sich um einen Mietwagen handelt. Es gibt da zum einen das Problem, dass der Spanier selbst nicht weiß, was er in der nächsten Sekunde macht – damit entfällt die Chance, die nächste Aktion auch nur zu erahnen. So hart es sich auch anhören mag, ich bin mittlerweile zu folgender Devise gekommen und möchte nicht abstreiten, dass ich mich damit ein Stück weit den Spaniern angepasst habe: Wer bremst verliert! Ich war zu Beginn die rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmerin. Aber wenn Du selbst auf die Rücksicht der anderen angewiesen bist, wirst Du allenfalls zusammen gehupt. Es wird gedrängelt, frei nach dem Motto – wer ZULETZT kommt, mahlt zuerst. Auch eine fast tägliche Erfahrung.
      Meine Lieblingssprüche sind „von ganz links nach ganz rechts“ (z.B. im Kreisverkehr) und „blinken wird überbewertet“. Auch eine besondere Eigenart, die sehr viel Vorsicht abverlangt – sobald ein Spanier an der Straße geparkt hat, gehe davon aus, dass jede Sekunde die Türe auffliegt. Meist wird erst ausgestiegen und dann geguckt ……. Vielleicht sollte ich wirklich mal einen Beitrag dazu veröffentlichen.

      Falls die spanische Großstadt auch mal Madrid für Dich sein wird, dann lass´ es mich wissen. 😉

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