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Themenlos zu „Rot“

Schreiben wollen – die Liebe zu den Wörtern – einfach aus Dir rauslassen. Aber was soll ich denn schreiben? Erstmal muss ich dem Ganzen ja eine Überschrift geben – ein Thema. Alleine daran nage ich schon zu lange herum. Manchmal möchte man einfach nur Bleistift und Zettel zur Hand nehmen und die momentanen Gedanken niederschreiben – um sie dann später zu bloggen. Aber die Zweifel sind da. Interessiert das überhaupt jemanden? Hagelt es dann Kritik, wenn mein Report nicht durchstrukturiert ist und für den Leser einen Mehrwert bringt? Ich könnte es aufschreiben – nur für mich; aber das finde ich langweilig. Vielleicht mache ich mir auch nur viel zu viele Gedanken und jemand möchte eben genau Dieses lesen?

Oftmals sind es auch nur kleine Notizen, die man zu Blatt führen möchte. Ähnlich wie „Weiße Taube auf Nachbars Baum – ein Zeichen oder ein Naturschauspiel?“ oder „Die Welt riecht nach Frühling“.

Thema – immer auf der Suche nach einem Thema. Vielleicht könnte man unter den Bloggern einen Austausch vornehmen. Eine Kette für einen Themenaustausch. Jeder kann dem anderen einen Themenvorschlag offerieren.

 Ich benenne das Thema des heutigen Tages für andere Blogger: -> „Rot“.

Rot wie die Erdbeere, rot wie das Blut, rot wie die Ampel – ein Thema kann also viele verschiedene Themen enthalten. Interessant!

„Rot“ – Erdbeere: Erdbeeren verknüpfe ich immer mit Besuchen bei meinen Großeltern. Als ich noch kleiner war, durfte ich immer mit Omi oder Opa in den Garten und Erdbeeren pflücken. Die wurden dann gewaschen, dick mit Zucker bestreut und gegessen. Manchmal war die Ausbeute so gering – weil Schnecken und Vögel diese Früchte auch liebten – und dann haben Omi und Opa für mich verzichtet und ich durfte alles alleine aufessen. Damals habe ich beiden geglaubt, wenn sie mir sagten „Ich möchte jetzt keine Erdbeeren“, heute weiss ich, dass sie es für mich gesagt haben. Als ich älter wurde und die reifen Erdbeeren gut von den unreifen Erdbeeren selbstständig unterscheiden konnte, bin ich zum Ernten alleine in den Garten gegangen. Die schmale Treppe zum Garten gibt es heute noch. Auf dem Weg zum Beet habe ich schon nach roten Punkten zwischen den kleinen grünen Pflänzchen geschaut.Die ein oder andere Frucht, hat nie die Küche zu sehen bekommen, da ich sie bereits vorher verspeist habe. Wenn ich großen Hunger auf die rote Frucht hatte, dann bin ich auch am Nachmittag nochmal gucken gegangen – vielleicht sind ja schon welche seit dem Morgen nachgereift; oftmals hatte ich Glück.

„Rot“ – Blut: Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich noch nicht oft Blut in meinem Leben gesehen; damit meine ich so furchtbar böses Blut. Klar habe ich mich schon geschnitten; klar haben meine Kinder sich die Knie aufgeschlagen, aber so richtig böses Blut – eigentlich bin ich da bisher verschont geblieben. Früher hatte ich oft Nasenbluten. Aber mit blutstillender Watte in der Tasche, habe ich das schnell in den Griff bekommen. Es hat mir immer ein wenig Angst gemacht – dieser metallisch warme Geschmack im Mund.

„Rot“ – Ampel: Dazu fällt mir natürlich Madrid ein. Stadtverkehr – geregelt durch Ampeln – ein Chaos. Ob als Auto- oder Motorrollerfahrer, als Biker oder Fussgänger. Aus jeder Sicht des Verkehrsteilnehmers ist die Ampel ein nicht ernst zu nehmender Bestandteil des Straßenbildes. Als Autofahrer wirst Du nicht selten genötig, bei hellrot noch durchzufahren, weil ansonsten mind. 3 Autos auf Dich auffahren. Als Fußgänger solltest Du nicht warten bis Deine Ampel rot zeigt, d.h. auf keinen Fall im letzten Grün noch über die Straße huschen, denn eine schlechte Angewohnheit vieler Verkehrsteilnehmer hier ist es, bereits bei rot anzufahren – um Erster zu sein. Gefährlich!

Ein Thema mit 3 Buchstaben – und große Ausbeute.

Vielleicht möchte aber doch jemand mir ein Thema vorgeben? Es wäre ein interessanter Versuch….

Oder zeig mir, was Du aus dem Thema „Rot“ gezaubert hast.

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4 Kommentare zu „Themenlos zu „Rot“

  1. Ich finde deinen Beitrag wirklich interessant, so intensiv habe ich bisher nie über die Farbe Rot nachgedacht. Dabei würde mir jetzt durch deine Anregungen noch viel mehr zu dieser Farbe einfallen. Rot ist eine schöne Farbe, die Farbe, die so unterschiedlich sein kann, im einen Moment steht sie für Liebe, im nächsten schon wieder für Hass und Schmerz und plötzlich merkt man, dass diese Dinge gar nicht so weit voneinander entfernt liegen, wie man bisher vermutete. Also sag mir, wie kommst du gerade dazu über die Farbe Rot zu schreiben und nicht etwa über Grün oder Blau?

    1. Es war der Gedanke, ein Oberthema zu finden. Da bieten sich Farben an. Und scheinbar ist Rot für mich eine primäre Farbe im Gedankengut. Ich habe genau das niedergeschrieben, was ich in dem Moment im Kopf hatte. Und manchmal ist es nicht wirklich einfach zu sortieren. Die Gedanken schwirren kreuz und quer – aber so unsortiert kann man das ja niemanden zumuten. 😉

  2. Auch wenn ich zeitlich im Verzug bin und wenig Zeit zum Bloggen habe, gefällt mir dieser Beitrag und das, was du über dich erzählst. Das mit den Erdbeeren hat mich berührt und es entstanden beim Lesen automatisch Bilder in meinem Kopf.

    Ich kenne das auch mit dem Schreiben und Suchen nach einem Thema. Manchmal schreibe ich dann einfach in einen Beitragsentwurf, was mir grad im Kopf herum geht oder auf der Seele liegt. Und wenn ich es veröffentlichungswürdig finde, überlege ich mir eine passende Überschrift, die vielleicht zusammenfasst, worum es in dem Beitrag geht.

    Ich finde so aus dem Moment heraus entstehende Beiträge sehr lebendig und daher schön zu lesen. Für mich geht es beim Bloggen auch darum, spontan vom Alltag anderer zu erfahren, von ihren Gedanken und Gefühlen.

    Nein, ich mag kein Thema vorgeben, denn ich bin sicher, das gelingt dir selbst sehr gut, je nachdem, was du gerade erzählen magst. Deine Ausbeute zum Thema Rot hat sich jedenfalls gelohnt.

    Die Farbe Rot als Farbe grundsätzlich bedeutet für mich zweierlei. Einerseits mag ich Rot, aber hauptsächlich Dunkelrot-Töne und Himbeer-/Kirschrot-Töne, weniger das „schreiende“ Rot, obwohl ich auch das manchmal mag, aber tendenziell schreit es mich eher an. Manchmal ist es mir zu aufdringlich, wenn Leute zu viel Rot in ihrer Wohnumgebung haben z.B. Ja, das mal die Kurzfassung zum Thema zu später Stunde.

    Liebe Grüsse (seit heute tippe ich auf einem Schweizer Notebook, das bedeutet eine andere Tastatur, auf der es z.B. kein scharfes s mehr gibt, die Schweizer haben es schon länger abgeschafft)
    Marion

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