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Familienlogistik

8 Tage Urlaub stehen bevor – wir fahren mit dem Auto von Madrid nach Lourinhã (ca. 660km). Information Lourinhã

Sommerurlaub – da ist die einzupackende Garderobe doch überschaubar – dachte ich. Ich habe schnell gepackt, aber die beiden Pubertiere (eine im anfänglichen und eine im endenden Stadium) sind den ganzen Tag damit beschäftigt, ihre sieben Sachen zu ordnen, zu organisieren und das ein oder andere Utensil erstmal einzuplanen. Ich nehme mir vor, mich nicht weiter darum zu kümmern – sind sie doch alt genug. Es dauert nicht lange, bis ich wahrnehme, dass auch der Kindsvater diverse Utensilien – für den Fall, DASS – einplant.

Ich ermahne kurz, dass wir lediglich 8 Tage in einen Strandurlaub fahren und dies doch jetzt kein logistisches Problem darstellen sollte.

Ich erinnere mich zurück, als die Pubertiere noch klein waren – da war ein Urlaub durchaus eine logistische Herausforderung. Egal, wie lange man der Heimat den Rücken kehren wollte. Das Auto war in null komma nix voll, da hat noch kein Mensch im Auto gesessen. Umso kleiner die Kinder, umso mehr Sperrgut muss man mit sich führen. Zudem hat man als Mutter erstmal beim Gepäck mit höchster Priorität das Wohl der Kleinen verfolgt. Wickeltasche, Kinderwagen, Reisebett, Pampers-Pakete, Nahrung im Umfang eines Hamsterkaufes, Planschbecken, Strandmuschel und schwupp, war das Auto voll. Muttis kleiner Koffer findet schon noch einen Platz.

Heute ist das anders – dachte ich. Der Kindsvater und ich teilen uns einen Koffer. Dann gibt es noch einen kleinen Koffer mit dem Zubehör des 21. Jahrhunderts – Handy, iPad, Notebook, Kamera, Ladegeräte, Speicherkarten. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, dass mir dieser kleine Koffer mehr wert ist, als der übliche Reisekoffer.

Die Kinder teilen sich auch einen Koffer und somit ist es in meinem Gedankenmodell vieeeel entspannter als früher. Weit gefehlt ….

Ca. 15min vor Abreise – ich dachte der Kindsvater hätte schon alles abreisebereit im Auto verstaut – höre ich ihn und die Pubertiere in der Garage werkeln. Was machen die? Die Neugier siegt und ich luke kurz in die Garage. Dachbox? Wieso wird denn jetzt die Dachbox montiert? Ein Blick in den Kofferraum verrät mir warum – voll, oder besser gesagt übervoll.

Ich hole tief Luft und lasse – meiner Meinung nach sehr diplomatisch – die Bemerkung los: „Vielleicht sollten wir alle mal gemeinsam auf den Jakobsweg gehen. Da müsst ihr mit zwei Satteltaschen auskommen und das länger als 8 Tage!“ 6 Augen gucken mich an, funkelnd, genervt, teilweise mit Unverständnis. Ich ziehe mich zurück.

Achso, ihr fragt euch jetzt bestimmt – über welches Auto reden wir denn? Über einen Jeep mit einem sehr großen Kofferraum – dachte ich.

Ehrlich gesagt, weiss ich nicht, was wir alles jetzt mit nach Portugal transportieren. Aber ich werde es ja dann sehen, wenn wir unseren Reise-LKW entladen – unsere Ferienwohnung befindet sich im 7. Stock.

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2 Kommentare zu „Familienlogistik

  1. Hallo Familie Langner! Herzliche Grüße aus Berlin Kladow.
    Liebe Frau Langner! Respekt! Ihre Seite können Sie ja als Buch veröffentlichen. Wir sind gerade dabei, einen Kurztrip nach Madrid zu Planen.
    Dabei viel mir die Familie Langner ein. Wie ich lesen konnte geht es Ihnen
    dort unten gut. Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute.
    Edeltraud und Dieter Zeidler

    1. Hallo ihr Lieben, das ist ja eine tolle Überraschung. Leider habe ich die Nachricht gerade erst gelesen. Ich hoffe es ist nicht zu spät und der Trip nach Madrid hat bereits stattgefunden? Bitte unbedingt Bescheid geben, wenn es soweit ist. Madrid ist eine tolle Stadt und wir würden uns sehr freuen gemeinsam einen Café con leche an der Plaza Mayor mit Ihnen zu genießen. Liebe Grüße – die überraschten Langners

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