Spanien

Thomas Müller für 45 Millionen zu Real Madrid?

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Ich weiß nicht, ob ihr es wisst: Aber Fußball in Spanien, insbesondere hier in Madrid ist gleichzusetzen mit einem Ausnahmezustand. Die Spanier lieben Fußball und neben Gott gibt es durchaus noch einen anderen Gott: Christian Ronaldo. Da scheint auch das Erste Gebot – „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“ – in dem sonst so gläubigen Land erst mal in den Hintergrund zu rutschen. Meine persönlichen Sympathiepunkte, welche nicht wirklich vorhanden sind, möchte ich bezogen auf Ronaldo hinter dem Berg halten. Aber er hat bestimmt das ein oder andere Gen, welches er durchaus mit DEM Wendler teilen könnte. Aber Fußball spielen kann er – nicht ohne Grund ist er ja bereits zum zweiten Mal zum Fußballer des Jahres gekürt worden.
Das Estadio Santiago Bernabéu ist die Heilige Stätte hier in Madrid. Der Fußballtempel ist an dem Paseo de la Castellana gelegen – eine der Hauptverkehrsadern in Madrid. Dort fahre ich jeden Morgen vorbei, wenn ich die Kinder zur Schule bringe. Man kann bereits morgens um Viertel vor Acht sehen, ob heute ein Spiel stattfindet oder nicht. 12 Stunden vorher werden schon sämtliche Marktstände mit Fanartikeln wie Schals, Mützen, Wimpel, Fahnen etc. aufgebaut. Aber nicht nur dies: Den ganzen Tag herrscht ein reges Treiben rund um die Kultstätte. Fiesta, Fiesta, Fiesta …… gar nicht so Fiesta ist es für mich, wenn ich wirklich an so einem Tag noch einen Termin in der City habe. Denn ab ca. 16Uhr werden bereits alle Straßen weitläufig durch die Policia municipal abgeriegelt. Aber auch wenn sie das nicht tun würden – Chaos, Stau und verstopfte Straßen würde es trotzdem geben. Die Spanier sind bereits auf Parkplatzsuche. Und da man(n) mit dem Auto nicht ins Stadion fahren kann, so sollte doch der Fußweg so gering als möglich ausfallen. Und spätestens jetzt ist es dann auch vorbei mit der spanischen Gelassenheit – denn schließlich will man(n) ja zum Fußballspiel und jede noch so kleine Lücke ist doch bestimmt für einen Ich-möchte-gleich-ins-Stadion-Spanier vor reserviert. Also sollte man in dieses Gerangel, Gehupe und theatralische Geschreie hinein geraten, so muss man nicht nur um eine weitere Beule in seinem Auto fürchten, sondern man bekommt den spanischen Zorn vielleicht auch hautnah zu spüren.
Noch ein weiterer Hinweis, dass Fußball mehr ist in Spanien als eine beliebte Sportart. Man nehme Google.de. Tippe „Madrid“ in die Suchzeile und switche dann auf „NEWS“ ——> Die Ergebnisse zeigen erst mal nur Fußball und Fußball und Fußball. Da können hier im Naturschutzgebiet El Pardo Flächenbrände wüten oder es kann ein Chinese auf offener Straße niedergestochen worden sein (und ich fahre 5 min später vorbei) – egal …. erst mal Fußball. Das Weltgeschehen, die Politik, die Wirtschaftskrise – das muss jetzt bitte mal warten – oder eigentlich immer.

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